Frühlingswanderung durch die „Wisseler Binnendünen“

Mit dem Niederrhein Guide Wilhelm Miesen

Zum Thema Rheinaue – erleben, verstehen, genießen.

 

Nach der letzten Eiszeit mäandrierte der Rhein in Schlangenlinien durch die bis zu 15 km breite Tiefebene nördlich des Niederrheinischen Höhenzuges. Dabei veränderte er regelmäßig seinen Lauf und schuf so eine vielfältige Auenregion mit feuchten Niederungen, Weich- und Hartholzauenwaldzonen. Dazwischen Geestrücken, Inseln und Warden auf denen die Menschen ab dem Mittelalter siedeln konnten.

In seinen nordöstlichen Innenbögen bildete der Fluss durch Sandablagerungen Binnendünen. Die sandigen Gebiete wurden nach und nach von den Menschen eingeebnet und urbanisiert. So existiert von diesen einst zahlreichen, besonderen Lebensräumen am unteren Niederrhein nur noch das Naturschutzgebiet Wisseler Dünen. Seit Jahrhunderten verstanden es die Wisseler Bauern das Terrain für ihre Zwecke zu nutzen, hielten es offen und schufen somit verschiedenste Biotope in dem Ökosystem Binnendüne.

Das ca. 80 ha. große Areal inmitten der Rheinaue ist ein einzigartiges Refugium für spezialisierte, dem kargen Lebensraum angepasste Tier- und Pflanzenarten. Andere, im Umfeld in der modernen Landwirtschaft bedrohte Tierarten, wie der Feldhase, die Feldlerche, oder der Wiesenpieper finden hier Schutz. Auch die eindrucksvollen Sommergäste, Brandgans und der Weißstorch „Adebar“, sind wieder da.

Wilhelm Miesen  ist mit der „Dun“, wie die Einheimischen ihre Düne liebevoll nennen, aufgewachsen und  kennt sie wie seine Westentasche. Mit spannenden Geschichten im Gepäck führt er seine Gäste durch die bizarre Landschaft.